
Pascal Sanwald
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Fiskus auf Verbrecherjagd
Die Story: Das Finanzamt Schwäbisch Hall oder Stuttgart hetzt 30 Beamte zur Betriebsprüfung in die Firmenzentrale der Adolf Würth GmbH. Die Beamten werden fündig. Die schwäbische STASI stellt fest, es wurden 4 Mio. EUR irgendwie unterschlagen und Reinhold Würth wurde mittlerweile für diesen Tatbestand verurteilt und ist nun vorbestraft. Reinhold Würth - ein Manager, der in internationaler Management-Literatur als Ikone gefeiert wird. Reinhold Würth, der als einer der größten Kunststammler Europas gilt und mit dem Haller Würth-Museum den Tourismus in die infrastrukturkranke Stadt Schwäbisch Hall brachte. Reinhold Würth, der 120.000 Arbeitsplätze schaffte; dessen Unternehmen mittlerweile vermutlich mehrere Milliarden Steuergelder in die gierigen Taschen der deutschen Regierung stopfte, und, und, und ...
Auf der einen Seite gestaltet die Regierung die Steuer so, dass Unternehmen und besser gestellte in Deutschland nicht überdimensional ausgesaugt werden. Auf der anderen Seite werden Menschen wie Reinhold Würth kriminalisiert und vergrault? Ich vermute, dass Reinhold Würth bei den Steuererklärungen des Konzerns nur formal beteiligt war. Bei einem entsprechend großen Konzern gibt es Wichtigeres, um das er sich kümmern wird. Das deutsche Steuerrecht wurde völlig zu Recht von der EU-Kommision als "unfair" und "unnötig kompliziert" bezeichnet. Und sind wir doch mal ehrlich: Jeder Unternehmer weiß, wo die Realität aufhört und der Steuerdschungel anfängt. Und für dieses Terrain haben wir Steuerberater und -experten. Sie versorgen uns mit den notwendigen Informationen und wir fällen Entscheidungen, auf Basis dieser Informationen. Steht jeder Unternehmer deshalb jetzt mit einem Bein im Knast? Wenn man das Beispiel Reinhold Würth nimmt, ist das die logische Schlußfolgerung.
Wie undankbar und beschämend die Aktion der Finanzämter auch ist, umso verständlicher ist, dass Reinhold Würth nun Salzburger und damit Österreicher ist. Er wendet denen den Rücken zu, die ihn schlecht behandelt haben. Wer würde anders handeln? Es ist auch nachvollziehbar, dass der Konzern und nach und nach alle wichtigen Intrumente des Konzerns ins freundliche Ausland verlegt werden.
Ich habe tiefsten Respekt vor Reinhold Würth und verachte Menschen, Regierungen und Ämter, die nicht um die Ecke denken und dummdreist ehrbare Menschen defarmieren.
Menschen, die weit mehr für dieses Land getan haben, als alle Politiker, Ämter und Beamten der letzten 20 Jahre!!!
